Nur wenige Tage, nachdem die Mürzzuschlager Bergretter 10 Personen aus ihrer misslichen Lage auf der Rax befreien konnten, mussten sie erneut auf diesem Hausberg der Wiener einen Einsatz durchführen.

Zwei Bergsteiger hatten versucht, über den versichern Gretchensteig auf die Hochfläche und weiter zum 2.007m hohen Gipfel der Heukuppe zu gelangen. Doch sie wurden von der einbrechenden Dunkelheit und von dichtem Nebel überrascht und verirrten sich auf der tiefwinterlichen Hochfläche.
Nachdem die beiden einige Zeit lang vergeblich versucht hatten, den Abstieg selbständig zu finden, setzten sie einen Notruf mit dem Handy ab.
Durch die genauen Ortsangaben mittels Handy - GPS konnten die bereits leicht unterkühlten Vermissten nach einem Sucheinsatz erfreulicher Weise im Bereich der sogenannten „Wechte“ relativ rasch gefunden werden.

Die zwei Alpinisten wurden dann gesichert über den teilweise vereisten „Schlangenweg“ zum Waxriegelhaus gebracht, wo alle Beteiligten um Mitternacht unversehrt eintrafen.

Große Bergrettungseinsatzübung des Gebietes Mürztal

Vier Ortsstellen probten gemeinsam für den Ernstfall Eine abgestürzte Kletterin am Wilden Gamseck und ein fast gleichzeitig verunfallter Bergwanderer am Altenbergersteig auf der Raxalpe.
So lautete die Übungsannahme für die diesjährige Sommerübung des Bergrettungsgebietes Mürztal, welche gestern über die Bühne ging.

44 Bergretterinnen und Bergretter der Ortsstellen Veitsch, Kindberg, Neuberg an der Mürz und Mürzzuschlag unter der Führung des Gebietsleiters Alfred Schabelreiter und koordiniert durch die für die diesjährige Übung verantwortliche Ortsstelle Mürzzuschlag wurden in zwei Großgruppen geteilt, um die beiden "verunfallten" Alpinisten zu bergen. Stand beim Übungsteil in den Felsen der Gamseckwände die neue Seilbergetechnik mittels Dyneema im Mittelpunkt, so war am Altenbergersteig das Thema Bergung und Abtransport eines Schwerstverletzten im steilen Gelände mittels Gebirgstrage die Übungsannahme.

Nach dem Aufstieg, bei dem natürlich auch sämtliches Bergematerial zu den Unfallorten getragen werden musste, starteten die beiden Rettungsteams zunächst mit der medizinischen Erstversorgung sowie Bergung der beiden "Opfer", um anschließend den nicht unproblematischen Abtransport zu erledigen. Hier gestalteten das felsige und steinschlaggefährliche Gelände ein sehr anspruchsvolles Trainingsumfeld. Durch das perfekte Zusammenspiel aller vier Ortsstellen des Gebietes wurden die beiden Übungsaufgaben aber ohne Zwischenfälle sowie rasch und sicher gelöst.

Zusätzlich wurde speziell der Material- und Mannschaftstransport durch die Unterstützung der Feuerwehren Kapellen und Altenberg wesentlich erleichtert. Auch hier zeigten sich die positiven Auswirkungen einer idealen Kooperation zwischen den verschiedenen Einsatzorganisationen. Das perfekte Übungswetter sowie der hohe Ausbildungsstand aller beteiligten Kameradinnen und Kameraden und nicht zuletzt der gemütliche Abschluss beim Alpengasthof Moassa ließen die diesjährige Sommergebietsübung der vier Mürztaler Ortssellen zu einem vollen Erfolg werden.

Winterübung der Bergrettung Mürzzuschlag bei perfekten Bedingungen

Idealer hätten die Bedingungen für eine Winterübung der Bergrettung nicht sein können.
Rund 1 Meter Neuschnee, Lawinengefahrenstufe erheblich, tiefwinterliche Witterungsbedingungen und 21 motivierte Mürzzuschlager Alpinretter bildeten den Rahmen für die diesjährige Lawineneinsatzübung der Bergrettungsortsstelle Mürzzuschlag, welche am Dreikönigstag stattfand.
Nach einem kurzen Einleitungsreferat von Einsatzleiter Andreas Wiltschnigg, in welchem die neuesten Erkenntnisse der Lawinenforschung und Schneekunde erläutert wurden, ging es dann ins´ Gelände.

Die Wildalpe bei Frein an der Mürz bildete das alpine Umfeld für die Praxisarbeit. Verschüttetensuche, das Graben und analysieren von Schneeprofilen, sicheres Verhalten im steilen Gelände und natürlich Kameradenhilfe im Falles eines Unfalles standen am Programm.
Gerade die Analyse der Schneedecke und das Auffinden von sogenannten Schwachschichten, welche dann auch zu Lawinenabgängen führen können, wurde intensiv betrieben.

Die Abfahrt gestaltete sich auf Grund des herrlichen Pulverschnees zu einem Genuss für alle Beteiligten - und so wurden dann auch noch ein nicht eingeschaltetes, aber dafür umso tiefer vergrabenes Verschüttetensuchgerät ebenso gefunden wie zwei im Tiefschnee "verschollene" Skier eines gestürzten Kameraden.

Übung und Einsatz für die Mürzzuschlager Bergrettung

Zur schon traditionellen Sommerübung trafen sich diesen Sonntag die Mitglieder der Mürzzuschlager Bergrettung in den Raxenmäuern / Raxalpe.
Seiltechnik, Felsbergeübungen und die Selbstrettung nach einem angenommenen Kletterunfall standen auf der Tagesordnung des von Einsatzleiter Andreas Wiltschnigg ausgearbeiteten Trainingsprogramms.
Aber auch die Verwendung neuer Sicherungsgeräte sowie die Logistik bei großen Felseinsätzen wurde geübt.
20 Mitglieder der Mürzer Einsatzstelle waren mit großem Engagement bei der Sache.

Nach Absolvierung des umfangreichen Programms und einer Pause im Karl Ludwig Haus mussten die Bergretter allerdings dann sehr rasch von der Übung zum Ernstfall eilen. Am Stuhleck war nämlich die Erstversorgung eines gestürzten und nicht unerheblich verletzten Wanderers durchzuführen, der Abtransport erfolgte mit dem ÖAMTC Rettungshubschrauber. Kurios – auch im Vorjahr musste nach der Sommerübung auf der Rax ein gestürzter Wanderer im Stuhleckgebiet erstversorgt werden. So dauerte einerseits der Übungstag für die Mürzzuschlager Bergretter an diesem Sonntag zwar unerwarteter Weise bis in die späten Abendstunden, andererseits konnte einem verunglückten Bergsteiger erfreulicher Weise geholfen werden.

In eigener Sache:
Auch bei dieser Bergung erwies sich der BOS Digitalfunk als unverzichtbares Kommunikationsmittel und wir hoffen, daß möglichst rasch alle Bergrettungsortsstellen und Rettungsorganisationen damit ausgestattet werden!

Übung für die Bergrettungswintersaison bei spätsommerlichen Bedingungen Einsatztaktik und Orientierungspraxis für alpine Suchaktionen

Gegensätzlicher hätten die äußeren Bedingungen und der Übungsinhalt für die diesjährige Herbstübung der Bergrettung Mürzzuschlag nicht sein können. Wurden doch Einsatztaktik und Orientierungspraxis für hochwinterliche Suchaktionen bei spätsommerlichen Wetterverhältnissen geprobt.

25 Bergretter der Ortsstelle Mürzzuschlag versuchten vergangenen Sonntag mittels GPS, Karte und Kompass auf 11 unterschiedlichen Routen auf die Hohe Scheibe bei Mürzzuschlag zu finden. Erschwert wurden diese Versuche durch den Verlauf der Routen, die nämlich alle abseits der markierten Wege durch unwegsames Gelände führten. Einsatzleiter Andreas Wiltschnigg hatte mit seinem Team wie immer ganze (Vor)arbeit geleistet, denn insgesamt 200 verschiedene Geländepunkte mussten, ähnlich einem Orientierungslauf, gefunden und an die Basis gemeldet werden.

Äußerst hilfreich waren dabei auch die neuen Digitalfunkgeräte, die bei dieser Übung ebenfalls im Einsatz waren. Alle Teilnehmer der Übung fanden das Ziel und wurden auf der Scheibenhütte bestens verpflegt.